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02.08.16 Eine Nilpferde-Herde im Olifants River

Bernhard hat sich entschieden, das Malaria Medikament doch abzusetzen und konnte heute Nacht besser schlafen. Ich liege dafür lange wach, da ich gestern beim Abend-Drive im Dunkeln einen Ast übersehen hatte, der mich trotz Wegbückens beim Zurückschnellen auf der Seite und an den hinteren Rippen erwischt hat. Zunächst kein Problem, erst nachts fühle ich mich ein bisschen verprügelt. Das vergeht aber beim Morgen-Drive um 6.30 Uhr. Das Wetter ist herrlich. Zwar nur 14 Grad, aber Sonne vom blitzeblauen Himmel. Zuerst schauen wir nach den zwei kleinen Löwen und ihrer Mutter. Noch immer sind Reste vom Büffel da und so "müssen" die drei noch weiter fressen. Die kleine Schwester möchte lieber mit dem Bruder raufen, der aber macht ihr knurrend mit seinen Tatzen deutlich, dass ihm nicht nach spaßen zu mute ist, sondern dem Fleisch ganz klar seine ganze Aufmerksamkeit gilt. Na gut, dann frisst sie eben auch noch ein bisschen.....Wir fahren heute eine längere Strecke weiter zum Olifanten River. Unterwegs sehen wir Impalas, 2 Geier und wieder eine Herde Büffel. Auch 3 Zebras kreuzen unseren Weg. Aber wir halten uns nicht lange auf. Steve möchte uns heute Nilpferde zeigen. Und das gelingt. Bereits von weitem sehen wir mehr als 15 von ihnen im Fluß liegen und in der Morgensonne glänzen. Diesmal steigen wir aus dem Auto. Steve schultert das Gewehr, das bisher vorne auf dem Armaturenbrett des Wagens quer verpackt lag und bittet uns, zusammen zu bleiben, denn Nilpferde seien extrem gefährlich und führen die Statistik der tödlichen Begegnungen von Menschen mit wilden Tieren an. Das hätten wir nicht erwartet. Die Tiere wirken so friedlich und wir stehen auf Felsen ein paar Meter am Ufer erhöht. Das sei für die Tiere allerdings kein Problem. Sie würden sich auf dem Bauch mit rudernden Beinen rasant hier hoch schieben und wir hätten keine Chance! Hm.....wir werden sehr ruhig und nach rund 15 Minuten und einigen Geschichten über angreifende Nilpferde gehen wir zum Auto zurück und trinken unseren Morgen-Kaffee. Bei der Abfahrt sehen wir, wie bereits 2 Nilpferde am Ufer stehen und drei weitere gerade an Land paddeln. Ja, sie sind wirkliche Kolosse. Und wir haben wirklich viel Glück so viele im und außerhalb des Flusses zu sehen! Steve berichtet, dass die Anzahl der Tiere im Balule Teil des Olifants River jedes Jahr gezählt werden. Man geht mit zwei Teams an beiden Seiten des Ufers den gesamten Fluß ab und zählt und vergleicht jeweils das Ergebnis zwischen den Teams. Er habe das schon 8 mal mitgemacht und sehr viele Encounters gehabt und daher sehr viel Respekt vor diesen unberechenbaren Tieren, die jederzeit im Gebüsch auftauchen und dann das riesen Maul aufreißen und einen einfach umrennen würden, sobald sie sich bedroht fühlen. Bei der jährlichen Zählung habe man im Balule mehr als 1.000 Tiere gezählt.Auf unserer Fahrt am Fluß entlang sehen wir noch drei von ihnen und ebenso viele Krokodile. Außerdem Impalas, Kudus, Bushbucks und Waterbucks direkt hinter einander weg. Eine tolle Vergleichsmöglichkeit. Und ein herrlicher Morgen, denn die Landschaft am Fluß ist natürlich so ganz anders als die buschbewachsenen Steppe.Voller Eindrücke kehren wir nach Toro Yaka und zu Nicole und dem Team zurück, die bereits mit dem Frühstück auf der überschatteten Außenterrasse auf uns warten. Luxus pur!Den wir auch den Rest des Tages genießen, denn wir müssen die Eindrücke erst mal verarbeiten und fahren zum Abend-Drive nicht mit, sondern genießen die Anlage, die Ruhe mit den Tiergeräuschen und die Aussicht auf "unser" Wasserloch vor dem Balkon, an dem zum Sonnenuntergang einige Kudus und Impalas vorbei schauen. Sehr schön!Außerdem bekommen wir nicht nur Lunch, sondern auch noch ein Stück Schokokuchen, denn Denise, eine holländische Nachbarin, hat heute Geburtstag und wurde von Nicole bebacken. Und wir profitieren davon! Lecker!Am Abend gibt es für uns zum ersten mal Brai, das heißt, es wird gegrillt. Wir sitzen mit allen Gästen im Kreis an kleinen Tischenrund um ein Feuer. Salat, Gemüse und eine Art Polenta sind in der Küche gemacht worden und stehen auf eine Art Buffet. Die Lammkeulen und Würstchen werden von Nicole an einem riesigen Außengrill aufgelegt und wir können uns bedienen. Die Atmosphäre ist wunderschön. Überall Petrolium-Lampen am runden Zaun um uns herum und an unseren Plätzen. Nicole macht ein bisschen smalltalk, aber ganz angenehm. Allerdings ist eine italienische Familie an Stelle der beiden Amerikanerinnen angereist und ihr Englisch ist bescheiden. So gestalten Walter, der deutsche Spanier, und ich die Unterhaltung. Nicole erläutert uns dabei u.a., dass die LKW-Fahrer, die die Tankstellen mit Benzin beliefern, streiken. Wir müssen also schauen, ob und wie wir nach Johannesburg kommen.Am Ende dreht sich unsere Unterhaltung dann um die Kommunalwahlen, die morgen in Südafrika anstehen uns viele Weiße hoffen wohl, dass der ANC geschwächt wird. Mandela's Zeiten sind vorbei

Tina am 3.8.16 22:08

Letzte Einträge: alle zwei Jahre.....2016: South Africa!!!!, 20.7.16 Kap der guten Hoffnung - zweiter Versuch bei 11 Grad und 90 Grad Regen, 06.08.16 Johannesburg, Joburg, Jozi, Jo'anna und Soweto und dann über Amsterdam nach Hause

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