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01.08.16 Four of big five at one day: Nashorn, Büffel, Elefanten, Löwenfamilie - we are so lucky!

Heute hatten wir zwei Game Drives und waren vom Glück gesegnet!Um 6 Uhr war Wecken, 6.30 Uhr Abfahrt und sofort ging es in einem wahnsinnigen Tempo durch die kalte Morgenluft durch den Park. Über Funk war die Info gekommen, dass ein white rhino gesehen wurde, ein Breitmaulnashorn, das hier in Balule nicht so häufig vorkommt, weil es vom Grasen lebt und hier - zumindest zur Zeit - nicht viel Gras zu finden ist. Trotzdem ist dieser riesige Bulle hier. Wir finden ihn. Ein Koloss von sicherlich 1,60 Rückenhöhe und einem gigantischen Horn. Steve ist überzeugt, dass er hunderte von Kilometern entfernt von seinem Territorium ist. Er pinkelt immer wieder, scheinbar um seinen Rückweg zu kennzeichnen. Steve bring uns mit dem Range Rover mal wieder so in Position, dass wir das Nashorn auch einmal direkt von vorne sehen: Puh, der Kopf ist so breit wie meine beiden nach links und rechts ausgestreckten Arme.....ich möchte ihm nicht alleine begegnen.Auf unserer Weiterfahrt bumpen wir quasi in eine Herde Büffel. Sie hatten wir unter den Big Fives gar nicht so auf dem Schirm, weil wir sie als nicht so big eingeschätzt haben. Allerdings zählen sie zu den für Jäger am gefährlichsten Tieren, die auf den Jäger los gehen, sobald sie verwundet sind. Das glauben wir gerne, als wir ihre massiven gebogenen spitzen Hörnern sehen. Wir sehen 20 - 30 Tiere, die sich grasend voran bewegen. Darunter riesige Bullen. Ihre Laute klingen wie die einer deutschen Kuhherde, man müsste allerdings die Augen fest schließen für eine Verwechslung.Wir setzen unseren Weg zu einer Wasserstelle fort - dort sind wir dann aber diejenigen, die wahlweise einen Kaffee oder Tee bekommen und dazu ein paar selbstgemachte Snacks. Tiere trinken heute morgen hier leider keine. Wir wärmen uns mit Hilfe der Heißgetränke und der afrikanischen Sonne, die heute vom blauen Himmel scheint, etwas auf. Die Wollmützen setzen wir aber noch nicht ab als es weiter zu einer anderen Wasserstelle geht. Dort treffen wir die Büffel noch einmal. Sie trinken oder liegen wahlweise in der Sonne! Erst beim zweiten Blick sehen wir, dass die Herde das Wasserloch aber nicht alleine für sich hat. Mitten im Wasser schauen zwei paar Ohren und Nasenlöcher heraus: Zwei Nilpferde kühlen sich hier ab. Büffel wie Hippos sind völlig unbeeindruckt von einander. Nur wir staunen! Auch als wir auf unserer Rückfahrt eine große Giraffe mit einer Baby-Giraffe sehen. Laut Steve ist diese erst heute morgen geboren. Giraffen und Büffel Kälber können wohl innerhalb von 30 Minuten nach ihrer Geburt sehr gut laufen. Müssen sie auch können, um weiter zu leben und nicht zur Beute zu werden. So läuft das Baby auch hinter seiner Mutter her und ist schnell verschwunden. Sehr sehr niedlich.Um 10 Uhr sind wir voller Eindrücke zurück in Toro Yaka. Welch ein Start in den Tag! Der wird zusätzlich unterstrichen mit einem gemeinsamen Frühstück in der Sonne mit selbstgemachtem Müsli, frischem Obst, Rührei oder Omelette, Kaffee und vielen weiteren Geschichten von Steve und Nicole, die die Lodge seit 10 Jahren betreiben und nicht von Anfang an bei den Nachbarn willkommen waren. Erst nach und nach konnten sie Lizenzen zum Überfahren der anderes Estates erwerben und zeigen, dass zumindest Steve, der in Zimbabwe geboren wurde, sehr viel Erfahrung mit Tieren und der Pflege von Parks hat. Inzwischen ist er selber im Komitee, das den Park führt, und hat viel zu dessen Weiterentwicklung beigetragen. Er ist ein wirklich guter Erzähler und so verfliegt die Zeit. Seine Frau Nicole ist etwas stiller, aber die perfekte Gastgeberin. Nach jedem Game Drive werden wir am Tor von ihr und der Crew empfangen mit der Mitteilung, wann es wieder etwas zu essen gibt. Alle Mahlzeiten sind absolut frisch und mit vielen gesunden Zutaten bereitet. Sie achtet sehr darauf und wir sind begeistert von ihren Rezepten. Zum Glück können wir hier so gar keinen Sport machen....Aber wir genießen die Ruhe und das Nichts-Tun. Es ist unser erster Faulenzer-Tag nach mehr als zwei Wochen Reise. Aber anstrengend ist es natürlich trotzdem, denn die vielen Tier- Begegnungen wollen erst einmal verarbeitet werden!So richtig viel Zeit bleibt dazu nicht, denn die Lodge ist so hübsch gestaltet, dass ich natürlich alles anschauen und fotografieren muss und um 16 Uhr sitzen wir bereits wieder auf dem Wagen.Diesmal haben wir an der Wasserstelle mehr Glück. Zunächst trinken dort 3 junge Elefanten-Bullen und kurze Zeit später noch ein vierter. Es macht Spaß zuzuschauen, wie sie mit ihre Rüsseln das Wasser ansaugen und sich anschließend ins Maul blasen. Etwas verspritzen sie immer wieder beim erneuten Eintauchen, was fast spielerisch wirkt. Das Klacken unserer Kameras will kein Ende nehmen. Steve versucht wie stets den Range Rover auch noch in eine andere Position zu bringen als zwei der Dickhäuter plötzlich los laufen und der Kleinere anfängt zu tröten. Das liegt wohl an ihrer jugendlichen Unerfahrenheit. Steve schätzt sie auf rund 15 Jahre und damit noch Teenager und so nervös, wie man es wohl bei älteren Bullen nicht mehr beobachtet. Vielleicht hätten sie aber auch einen harten Tag, sind vielleicht von einem älteren Bullen malträtiert worden. Was auch immer sie so reagieren lässt bringt Steve dazu, weiter zu fahren, da aus seiner Sicht eine Tierbeobachtung Mensch und Tier gefallen sollte. Und das sei bei den jungen Elefanten nun nicht der Fall.Ob unser Auftauchen für eine Herde von 5 Giraffen eine Freude ist, wird nicht klar. Sie jagen in schnellem Galopp durch die Büsche davon. Wir hinterher. Sie bleiben immer wieder stehen, schauen sich aber nicht verängstigt um, jagen nur immer wieder los. Vielleicht ein Spiel, vermutete Steve. Durch den langen Hals sieht ihr Lauf etwas schwankend aus und macht gute Laune. Schließlich lassen wir sie rechter Hand in den Büschen stehen, denn über Funk hat es die Meldung gegeben, dass 3 Löwen gesichtet wurden. Steve fährt los. Mitten durch die Steppe. Ohne GPS Daten. Und dennoch sehen wir nach ca 20 Minuten Fahrt durch Büsche und Steppe eine Stelle tief im Gebüsch, an der schon ein Fahrzeug steht. Wir parken auf der anderen Seite und sehen zwei junge Löwen, männlich und weiblich, die mit dem Kadaver eines Büffels spielen. Steve erklärt uns, dass die Mutter nicht weit entfernt sei, auch wenn wir sie jetzt nicht sehen. Sie habe den Büffel erlegt und damit nun ihre Kleinen gefüttert. Das sei der dritte Büffel, mit dem die drei zu sehen seien und die Mutter mache das super. Sie habe sich vom Vater der Kleinen und vom Rest der Familie abgesetzt, um sicher zu sein, dass die beiden genug zu fressen bekommen und als Kleinste nicht immer hintanstehen müssen. Später werden sie wieder zu den anderen zurück kehren. Wie am Abend zuvor ist klar, dass die Löwen erst weiter ziehen, wenn der Büffel gefressen ist. Das wird noch dauern, denn gerade spielen die beiden jungen Tiere mit der erst halb aufgefressenen Beute. Das mutet geradezu martialisch an, wie die beiden immer wieder ihre Krallen in das Fell schlagen oder die Beine des Büffels zwischen ihren Tatzen hin und her tanzen lassen, dient aber wohl der Übung der beiden Löwen im Umgang mit Beute. Faszinierend!Wir verlassen die beiden zum Sundowner auf einem 5 Minuten entfernten Hügel. Die Sonne geht glutrot über den Bergen des Kruger Parks im Westen unter. Wir haben einen Blick über die schier unendliche Buschlandschaft und genießen die Ruhe und das Aufgehen der Sterne.Im Dunkeln kehren wir noch einmal zu den Löwen zurück. Nun ist die Mutter dabei und die Kleinen spielen nicht, sondern fressen den Büffel. Knochenknacken oder aber das raue Lecken der Zungen ist zu hören, die fein säuberlich die Knocken ablutschen. Steve erwartet am nächsten Morgen ein sauberes Skelett, wie wir es heute morgen bereits in einem trockenen Flussbett liegend gesehen haben. Mal schauen, denken wir auf der Fahrt durch die frühe Nacht nach Hause und diskutieren unsere Eindrücke bei einem köstlichen Bobotie, das heute draußen an kleinen Tischen rund um ein offenes Feuer serviert wird. Ein Traum!

Tina am 1.8.16 22:58

Letzte Einträge: alle zwei Jahre.....2016: South Africa!!!!, 20.7.16 Kap der guten Hoffnung - zweiter Versuch bei 11 Grad und 90 Grad Regen, 06.08.16 Johannesburg, Joburg, Jozi, Jo'anna und Soweto und dann über Amsterdam nach Hause

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