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29.7.16 Chillen auf Rosendal und Fahrt zur letzten Station in Western Cape: Franschhoek

In Rosendal wird endlich wieder das Frühstück bis 10 Uhr ermöglicht. Spät genug, um vorher eine Runde zu walken. Bei den Damen, die das Frühstück bereiten, erkundige ich mich nach einer Empfehlung für eine mögliche Strecke durch die Weinberge. Mir wird begeistert erzählt, dass höher am Berg eine Schule sei und außerdem "there is a lot going on around here". Es sei also überhaupt kein Problem, wenn ich dort laufen gehe. Zur Schule gelange ich in 2 Minuten. Die ist das zweite Haus neben unserer Winery hier an der Straße. Darüber hinaus gibt es noch zwei kleine Häuschen, die von schwarzen Familien bewohnt werden. Anschließend kilometerweit nichts, bis zum nächsten Wine Estate. Yep, here is wirklich viel going on....Macht aber nichts. Am Himmel gibt es immer wieder blaue Öffnungen, die Luft ist klar und in den Weinbergen arbeiten schwarze Frauen und Männer, die freundlich grüßen.Die Struktur hier auf dem Land scheint etwas anders zu sein. Statt riesiger Townships wohnen die schwarzen Landarbeiter in relativ großen (ca 5 mal 3 Meter Grundfläche) gemauerten Häuschen mir Solarzelle auf dem Dach und einem kleinen Grundstück drum herum. Scheinbar auf dem Grund und Boden des Estates. Das sieht ganz nett aus, setzt aber eben voraus, dass man in den Weinbergen arbeitet und daher weit weit weg von der nächsten Kleinstadt wohnt. Und auch der Weg zu den Schulen scheint viele Kilometer weit. Ab 6 Jahre können alle Kinder kostenfrei in die Schule gehen. Allerdings herrscht keine Schulpflicht, was sich sicherlich in dieser Region nicht besonders positiv auf die Schulbesuche auswirkt.Zum Frühstück bin ich wieder in Rosendal. Immer noch sind keine anderen Gäste angekommen und so können wir unseren Aufenthalt bis 13 Uhr verlängern. Da wir den Tag vorher bis zur Dunkelheit gefahren sind, können wir so das schöne Anwesen dich noch genießen und unseren Koffer umpacken. Ein paar Einkäufe sind hinzu gekommen und morgen steht der Flug nach Nelspruit am Krüger Park an. Und in Franschhoek, unserer letzten Station, die wir heute anfahren werden, soll unser Hotelzimmer sehr sehr klein sein, informiert uns Tripadvisor.Wir genießen daher unsere Zeit auf der Veranda bei einem letzten Kaffee. Wobei sich der Genuss eines solchen Luxus in Europa sicherlich noch schöner anfühlen würde. Hier in Südafrika ist uns stets bewusst, dass ca 90% der Einwohner in ihrem ganzen Leben auf gar keinen Fall auch nur ein einziges Mal in einer solchen Umgebung so einen Kaffee trinken werden können und das, weil sie schwarz oder coloured sind. Und das begrenzt unsere Begeisterung und würde uns zu einem solchen Genuss nicht noch einmal in dieses Land führen.Aber noch liegt die letzte Etappe hier in Western Cape vor uns: 170 Kilometer durch die Weinregion über Robertson und den Franschhoek Pass nach Franschhoek. Die Aussicht ist bei sonnigen 18 Grad fantastisch und die Berge und Täler haben gigantische Ausmaße. Doch anders als South Tyrol!Schließlich fahren wir um 16.30 Uhr in Franschhoek in den Ort. Mit 4.000 Einwohnern sehr übersichtlich. Fast alle Häuser sind historisch aus dem 19. Jahrhundert und liebevoll restauriert. Im Hintergrund sind immer die Drakensteinberge zu sehen, was dem Ort eine traumhafte Kulisse verleiht. Auch unser Hotel " Centre Ville" ist von außen sehr schnuckelig, wie es in der Sonne liegt. Wir werden sehr freundlich von den Besitzern, einem älteren Ehepaar, begrüßt und in das Zimmer PASSION geführt. Das hört sich leider leidenschaftlicher an, als es aussieht. Die Stimmen auf Tripadvisor sollen leider recht behalten: Das Zimmer liegt im ausgebauten Dachstuhl und hat eine Raumhöhe von ca 1,80 m. Gut, dass wir eher zu "den Kleinen" gehören. Das lässt uns allerdings dem 1950 Design des Teppichs und der Stühle etwas näher sein oder dem Spa, der Badewanne, die mitten im Raum steht und uns als Dusche dienen wird. "Careful! You might splash the warter to the whole room!" Vielen Dank für die Warnung! Na, wie werden morgen früh um 5 Uhr aufstehen, um pünktlich zum Flughafen in Kapstadt zu kommen, so dass das Zimmer keine Rolle mehr spielen wird.Heute gehen wir noch schnell in der letzten Abendsonne durch das Städtchen. Alles ist malerisch und wirkt sehr gut situiert. Den Hugenotten wurde ein riesiges Denkmal gesetzt, da sie sich in dieser Region nieder gelassen haben und den Ort aufgebaut. Die Geschäfte schließen auch hier um 17 Uhr, nur auf dem kleinen afrikanischen Markt werden gerade noch die Waren weg geräumt. Chance genug, auch hier nach einem Amulett des Sambesi Flussgottes zu fragen. Nein, gibt's hier nicht....kennt man nicht...dann plötzlich:"Ah!!!! Njaminjami!!!! Yeah! Sure we know. A really strong meaning! The njaminjami is always protecting his people! We have tomorrow. Come back!" Oh Mann, jetzt sind wir so nah dran und haben doch keine Chance, denn morgen um 10 Uhr sitzen wir schon im Flieger nach Nelspruit. Schade! Woher kennt dieser Mann den Gott und wieso kennen ihn die anderen nicht? Er kommt aus Sambia, stellt sich heraus. Und weil dort keine Touristen mehr hinkommen, bringt er die Waren hier nach Südafrika. "Really strong God!", betont er nochmals und beschreibt uns, dass wir von ihm den njaminjami als Steinskulptur in ca 60 cm Höhe hätten bekommen können, passend zur Stärke des Gottes. Leider aber nicht passend für unseren Zeiplan UND unser erlaubtes Gepäck. Tja, vielleicht bekommen wir ein Amulette ja noch woanders.Heute gibt es für uns noch einmal Bobotie , das wir sehr zur Verwunderung unseres weißen Hotelbesitzers dessen Empfehlungen anderer eher europäischer Restaurants und Gerichte bei "Kalfi" bestellen, DEM südafrikanisches Restaurant an der Hauptstraße im Ort. Gleich neben dem Supermarkt liegt die Außenterrasse, auf der wir uns als einzige Gäste niederlassen. Und die vielen Pritschenwagen beobachten, die vor uns halten. Auf der offenen Ladefläche sitzen bis zu 10 Schwarze und fahren scheinbar von der Arbeit nach Hause - mit Zwischenstopp zum Lebensmittelkauf. Es ist inzwischen wieder richtig kalt geworden und die Vorstellung, bei nun 10 bis 12 Grad Celsius in ein Township ohne Strom und warmes Wasser zu fahren, lässt uns etwas beschämt unser Bier trinken in der Gewissheit, später einen Platz am offenen Kamin des Restaurants reserviert zu haben.Warm ist es später auch in unserem Hotelzimmer. Allerdings um den Preis, dass die Abgase des offenen Kamins in unsere Dachluke reinsehen...es wird eine kurze Nacht für uns.

Tina am 29.7.16 23:52

Letzte Einträge: alle zwei Jahre.....2016: South Africa!!!!, 20.7.16 Kap der guten Hoffnung - zweiter Versuch bei 11 Grad und 90 Grad Regen, 06.08.16 Johannesburg, Joburg, Jozi, Jo'anna und Soweto und dann über Amsterdam nach Hause

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(30.7.16 20:32)
Ach . liebe Bettina , ich liebe deinen blog ! Ich hoffe , Ihr nehmt ab heute Malariaprophylaxe ( am besten Malarone ), gibt's in jeder Apotheke rezeptfrei ….und dieselt Euch ab Morgen mit peacefull sleep ein !! und yes Njaminjami is a real powerful god ! ;-)) Freue mich , dass Ihr den Norden bereist, denn die Gardenroute , so zauberhaft sie ist, ist ja eher africa light. In diesem Sinne noch mal welcome to africa, besonders wenn ihr nachts den Löwen brüllen hört und das Nilpferd grunzt het' n lecker trip en geniet alles Liebe an Euch beide steff


Ma (31.7.16 21:26)
Wir genießen Südafrika mit Euch.
Unsere "Sommer"-Temperaturen haben sich Euren bisherigen angeglichen. Der Regen hat uns einerseits zum Glück erreicht. Aber jetzt will er wieder nicht mehr aufhören. Auf die weiteren Erlebnisse sind wir schon sehr gespannt.
Wir drücken Euch in Gedanken
MaPa

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